Simone Felischak ist der deutschen Öffentlichkeit vor allem als dritte und letzte Ehefrau von Rudi Carrell bekannt, einem der erfolgreichsten niederländisch-deutschen Entertainer des 20. Jahrhunderts. Während Rudi Carrell über Jahrzehnte im Rampenlicht stand, hat Simone Felischak seit seinem Tod im Jahr 2006 einen bewusst zurückgezogenen Weg gewählt. Dieser Artikel bündelt alles öffentlich Bekannte über Simone Felischak: ihre Herkunft, wie sie Rudi Carrell kennenlernte, ihre Ehe, ihre Rolle in seinem Unternehmen, das Erbe nach seinem Tod und ihr Leben heute.
Wer ist Simone Felischak? Kurzüberblick
| Merkmal | Information |
| Geburtsjahr | 1970 |
| Geburtsort | Magdeburg, ehemalige DDR |
| Beruf | Gelernte Köchin, qualifizierte Restaurantfachfrau, heute Restaurantleiterin in Hamburg |
| Bekannt als | Dritte und letzte Ehefrau von Rudi Carrell (1934–2006) |
| Kennenlernen | 1995, Parkhotel Bad Griesbach, Bayern |
| Eheschließung | Februar 2001, Australien |
| Ehedauer | Bis zu Carrells Tod im Juli 2006 (ca. 5 Jahre) |
| Altersunterschied | Rund 34 Jahre |
| Wohnort heute | Hamburg |
| Öffentliche Auftritte | Selten, keine Interviews zur Ehe oder zum Nachlass |
Herkunft und frühes Leben
Simone Felischak wurde 1970 in Magdeburg geboren, einer Stadt im heutigen Sachsen-Anhalt, die zur Zeit ihrer Kindheit noch zur DDR gehörte, wie unter anderem das Portal News Zentral berichtet. Über ihre Kindheit und Jugend ist öffentlich wenig bekannt, da sie ihr Privatleben von Anfang an konsequent geschützt hat. Belegt ist, dass sie eine Ausbildung zur Köchin abschloss und sich anschließend zur Restaurantfachfrau weiterqualifizierte – ein Berufsweg, der sie direkt in die gehobene Hotellerie führte.
Wie Simone Felischak Rudi Carrell kennenlernte
Anfang der 1990er-Jahre begann Simone Felischak als Servicekraft im Parkhotel Bad Griesbach, einem bekannten Golfresort im bayerischen Rottal, das regelmäßig prominente Gäste empfing. Laut einem Bericht des Magazins OK! war Rudi Carrell 1995 einer dieser Gäste und fragte sie, ob sie mit ihm eine Runde Golf spielen wolle. Da sie seine Fernsehsendungen wie „Herzblatt” kannte, war sie zunächst nervös, sagte aber zu. Aus diesem ersten Treffen entwickelte sich mit der Zeit eine engere Verbindung, die bei weiteren Besuchen Carrells in Bad Griesbach zunehmend intensiver wurde.
Zum Zeitpunkt des Kennenlernens war Carrells Privatleben bereits öffentlich bekannt: Dem OK!-Magazin zufolge hatte er über zehn Jahre in einer Dreiecksbeziehung mit seiner damaligen Ehefrau Anke, die schwer erkrankt war, und seiner langjährigen Lebensgefährtin, der Drehbuchautorin Susanne Hoffmann, gelebt. Nach Ankes Tod im Jahr 2000 trennte sich Carrell rund ein halbes Jahr später auch von Hoffmann.
Ehe mit Rudi Carrell
Simone Felischak und Rudi Carrell heirateten im Februar 2001 in Australien. Nach Angaben mehrerer Quellen, darunter das Portal Fokus Deutschland, war sie zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Jahre alt, er 66 – ein Altersunterschied von rund 34 Jahren, der in den Medien damals viel Aufmerksamkeit erhielt. Das Paar lebte anschließend gemeinsam in Niedersachsen und trat gelegentlich bei öffentlichen Anlässen auf, etwa im November 2001 bei der UNESCO-Benefizgala „Children In Need” in Neuss, wie ein Bildarchiv der Nachrichtenagentur Imago dokumentiert. Die Ehe dauerte bis zu Carrells Tod im Juli 2006 – gut fünf Jahre.
Simone Felischaks Rolle im Unternehmen Rudi Carrell GmbH
Ein wenig bekanntes, aber gut dokumentiertes Detail betrifft Simone Felischaks unternehmerische Rolle nach Carrells Tod: Laut Handelsregistereinträgen, die über das Portal CompanyHouse einsehbar sind, übernahm sie im Mai 2006 die Funktion der Liquidatorin der Rudi Carrell GmbH in Buxtehude – sie trat damit die Nachfolge von Rudi Carrell selbst in dieser Funktion an. Im Februar 2008 wurde sie in dieser Rolle durch Annemieke Kesselaar-Klar, eine Tochter Carrells aus erster Ehe, abgelöst. Dieser Eintrag bestätigt, dass Simone Felischak nach dem Tod ihres Mannes zumindest zeitweise formale Verantwortung für seine geschäftlichen Angelegenheiten trug.
Rudi Carrells Tod und das Erbe
Rudi Carrell starb am 7. Juli 2006 im Alter von 71 Jahren in Bremen. Laut Berichten, unter anderem von News Zentral, ging sein Nachlass vollständig und zu gleichen Teilen an seine drei Kinder aus früheren Beziehungen: die Töchter Annemieke und Caroline sowie Sohn Alexander. Auch die gemeinsame Villa in Wachendorf wurde demnach, seinem Wunsch entsprechend, verkauft. Simone Felischak erhielt ein gesetzliches Vermächtnis; der genaue Wert des Erbes wurde nie öffentlich bekannt gegeben. Carrells Schwiegersohn Dieter Klar äußerte sich damals gegenüber einer Schweizer Zeitung dahingehend, dass alle Beteiligten zufrieden gewesen seien und auch die Witwe gut versorgt worden sei.
Carrell hatte zudem verfügt, auf dem Friedhof Heiligenfelde bei Syke beigesetzt zu werden – direkt neben seiner zweiten Ehefrau Anke Bobbert, deren Urne eigens dorthin umgebettet wurde. Zu dieser Entscheidung hat sich Simone Felischak öffentlich nie geäußert.
Leben nach Rudi Carrells Tod
Nach dem Tod ihres Mannes zog sich Simone Felischak weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Ihre Mutter Sybille gab im Dezember 2006 der Zeitschrift Neue Post ein Interview und beschrieb, wie schwer die Zeit nach Carrells Tod für ihre Tochter gewesen sei, da Simone bis zuletzt gehofft hatte, dass sich sein Zustand noch bessern würde. Ihrer Mutter zufolge wollte Simone damals wieder im Hotelfach arbeiten.
In den folgenden Jahren adoptierte Simone Felischak einen Labrador aus einem Tierheim und nannte ihn Larry. Der Hund begleitete sie fast 15 Jahre lang, bevor er starb – ein Verlust, der ihr nach eigenen, bei einem öffentlichen Auftritt 2023 getätigten Worten das Gefühl gab, seitdem allein durchs Leben zu gehen.
Anders als viele mit prominenten Persönlichkeiten verbundene Personen hat Simone Felischak nie ein umfassendes Enthüllungsinterview gegeben, keine Memoiren veröffentlicht und ihre Trauer nie öffentlich inszeniert. Mehrere unabhängige Quellen, darunter Insidermag und Biowissen, beschreiben sie übereinstimmend als eine Person, die konsequent ohne mediale Aufmerksamkeit und ohne Social-Media-Präsenz lebt.
Öffentliche Auftritte und Aussagen
Simone Felischak gibt nach übereinstimmenden Medienberichten grundsätzlich keine ausführlichen Interviews und äußert sich nicht zu ihrer Ehe mit Rudi Carrell oder zu seinem letzten Willen. Eine der wenigen dokumentierten Ausnahmen war ihr Auftritt bei einer Buchvorstellung 2023 in Hamburg zum Buch „Der Neue Mensch” von Martin Elias. Dort sprach sie, wie unter anderem Wunderweib und InTouch berichteten, kurz über Liebe, Verlust und ihre Lebenseinstellung.
Mit Bezug auf einen bekannten, Picasso zugeschriebenen Gedanken sagte sie sinngemäß, dass man Liebe nicht suchen, sondern finden müsse. Sie erklärte, nicht aktiv nach einem neuen Partner zu suchen, und scherzte, ein neuer Hund erscheine ihr wahrscheinlicher als ein neuer Mann – schloss eine neue Beziehung damit aber nicht endgültig aus. Zum Thema Glaube und Leben nach dem Tod bezeichnete sie sich als nicht religiös, gab aber an, an Schicksal und Zufälle zu glauben, und äußerte die Hoffnung, eines Tages sowohl Rudi Carrell als auch ihren verstorbenen Hund wiederzusehen.
Simone Felischak heute
Simone Felischak ist inzwischen Mitte 50 und lebt weiterhin in Hamburg, wo sie als Restaurantleiterin arbeitet, wie News Zentral berichtet. Sie beschreibt ihr aktuelles Leben als zufrieden und ausgefüllt durch die Arbeit. Zudem hat sie den Wunsch geäußert, künftig mehr von der Welt zu sehen, und erinnert sich gerne an die gemeinsamen Reisen mit Rudi Carrell während ihrer Ehe. Öffentliche Berichte deuten nicht darauf hin, dass sie eigene Kinder hat oder inzwischen eine neue Partnerschaft eingegangen ist.
Warum Simone Felischak für viele Menschen von Interesse bleibt
Auch fast zwei Jahrzehnte nach Rudi Carrells Tod interessiert sich die Öffentlichkeit weiterhin für Simone Felischak – nicht wegen Skandalen oder Enthüllungen, sondern gerade wegen ihrer Zurückhaltung. In einer Medienlandschaft, in der prominente Angehörige häufig mit Interviews, Büchern oder Reality-Formaten an die Öffentlichkeit treten, sticht ihr bewusst privater Umgang mit Trauer und Erinnerung hervor. Mehrere Online-Portale widmen ihr inzwischen eigene biografische Artikel, was das anhaltende öffentliche Interesse an ihrer Geschichte unterstreicht.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Simone Felischak ist die dritte und letzte Ehefrau des deutsch-niederländischen TV-Entertainers Rudi Carrell. Sie wurde 1970 in Magdeburg geboren, erlernte den Beruf der Köchin und qualifizierte sich zur Restaurantfachfrau.
Die beiden lernten sich 1995 im Parkhotel Bad Griesbach in Bayern kennen, wo sie als Servicekraft arbeitete. Carrell, ein Gast des Resorts, lud sie zu einer Runde Golf ein.
Sie heirateten im Februar 2001 in Australien. Die Ehe dauerte bis zu Carrells Tod im Juli 2006 – etwa fünf Jahre.
Der Altersunterschied betrug rund 34 Jahre. Simone war bei der Hochzeit etwa 30 Jahre alt, Rudi Carrell 66.
Laut Handelsregisterdaten übernahm sie nach seinem Tod im Mai 2006 kurzzeitig die Funktion der Liquidatorin der Rudi Carrell GmbH, bevor sie im Februar 2008 durch Carrells Tochter Annemieke Kesselaar-Klar abgelöst wurde.
Das Erbe ging vollständig an Carrells drei Kinder aus früheren Beziehungen. Simone Felischak erhielt ein gesetzliches Vermächtnis; der genaue Wert wurde nie öffentlich gemacht.
Rudi Carrell liegt auf dem Friedhof Heiligenfelde bei Syke neben seiner zweiten Ehefrau Anke Bobbert. Simone Felischak hat sich zu dieser Entscheidung nie öffentlich geäußert.
Nein. Nach ihren jüngsten öffentlichen Aussagen sucht sie nicht aktiv nach einem neuen Partner, schließt eine neue Liebe für die Zukunft aber nicht vollständig aus.
Sie lebt in Hamburg und arbeitet dort als Restaurantleiterin.
Öffentliche Berichte deuten nicht darauf hin, dass sie eigene Kinder hat. Nach Rudi Carrells Tod adoptierte sie einen Labrador namens Larry, der fast 15 Jahre lang bei ihr lebte, bevor er starb.
In der Regel nein. Sie hat sich öffentlich weder ausführlich zu ihrer Ehe mit Rudi Carrell noch zu seinem letzten Willen geäußert. Eine seltene Ausnahme war ein kurzer öffentlicher Auftritt bei einer Buchvorstellung 2023 in Hamburg.
Fazit
Simone Felischak bleibt für die deutsche Öffentlichkeit eine faszinierende, aber bewusst zurückhaltende Figur. Statt ihre Verbindung zu einem der bekanntesten Entertainer Deutschlands öffentlich zu vermarkten, hat sie sich ein privates, bodenständiges Leben aufgebaut – geprägt von Arbeit, stiller Erinnerung und wenigen, aber bedeutungsvollen öffentlichen Momenten. Fast zwanzig Jahre nach Rudi Carrells Tod zeigt Simone Felischak, dass Trauer und Erinnerung nicht öffentlich inszeniert werden müssen, um authentisch zu sein.
